Dr. med. Theresia Altrock
www.theresia-altrock.de
Das 9-Punkte-Programm
Wenn die Ärzte (HNO-Fachärzte oder Klinik-Ärzte) mit konventionellen Methoden der modernen Medizin die Ohrgeräusche nicht mehr beeinflussen können, möchte ich Ihnen empfehlen, nach folgenden Punkten, vorzugehen:
1. Allergietestung
Allergien waren bei meinen Tinnituspatienten die häufigsten Mit-Ursachen. Daher empfehle ich eine
Epicutantestung (Firma Hermal) auf
1. Pollen, Lebensmittel, Tierhaare (BasisAllergentestung),
2. Metalle und Zahnwerkstoffe, einschließlich auf Amalgam.
2. Zahnarzt
Wenn der Epicutantest auf Quecksilber oder Amalgam positiv ist, sollte man den
Kaugummi-Speicheitest
bei einem Arzt durchführen lassen, um herauszufinden, ob bereits eine Intoxikation vorliegt.
Der positive Ausfall dieses Speicheltests verlangt unbedingt die Entfernung des Amalgams. Zusätzlich muss eine
Quecksilberausleitung
erfolgen, und zwar mit Dimaval oder Hochpotenzen von homöopathischem Quecksilber. Die Ausleitung der Schwermetalle sollte von einem erfahrenen Arzt geleitet und kontrolliert werden.
Wichtig sind auch als Tinnitusverursacher tote Zähne im Mund, da sie oft unbemerkte Entzündungen im Zahnwurzelbereich unterhalten. Sie müssen als Herde behandelt und meist sogar entfernt werden.
Wissenswert und für viele Ärzte und Patienten neu ist die Allergie-Löschmethode mit Hilfe der Bioresonanz, welche mit patienteneigenen Schwingungen viele Allergien problemlos unschädlich machen kann, wenn kein Therapiehindernis vorliegt, wie z.B. Amalgam in den Zähnen. Immerhin ist diese Methode für viele Asthmakranke, Neurodermitiker, HeuschnupfenPatienten u.a. eine sehr empfehlenswerte Methode, ihr Leiden ohne weitere Belastung durch Cortison oder andere Medikamente los zu werden. Durch recidivierende NasenNebenhöhlenentzündungen kommt es ja auch oft zu Hörstörungen und Ohrgeräuschen! Diese kann man mit der Bioresonanztherapie beseitigen, und so auch den Tinnitus bessern oder zum Verschwinden bringen.
Metall und Kunststoffallergien beziehen sich oft auch auf Materialien, die als Brille, Kontaktlinsen oder Hörgeräte auf der Haut oder den Augen getragen werden.
Im Zahnbereich selbst ist es wichtig zu wissen, dass es auch Allergien gegen Kunststoffe und Goldlegierungen, ja sogar gegen Zahnzemente und Zahnkleber gibt, natürlich auch gegen Narkosemittel. Diese sollten bei einem Menschen, bei dem bereits andere Allergien bekannt sind, zur Sicherheit immer vorher getestet werden. Auch Zahnprothesen können allein durch die Allergie auf das Material Tinnitus hervorrufen und unterhalten.
3. Wirbelsäule
Sehr häufig sind Beschwerden in der Wirbelsäule als Verursacher der Ohrgeräusche anzusehen. Verspannungen oder Blockaden im Nacken sind nicht immer leicht durch orthopädische Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Hier hat sich die Akupunktur sehr bewährt, weil ohne Medikamente und deren Nebenwirkungen Schmerzfreiheit erzielt werden kann.
4. Ototoxische Stoffe
Hierunter versteht man Medikamente, die eine toxische Wirkung auf die Funktion der Ohren und auf das Gehör haben.
Die Deutsche Tinnitus Liga hat in ihrer Zeitschrift "TinnitusForum" bereits in III/90 und in III/90 in zwei Folgen Listen über Arzneimittel als TinnitusErzeuger aus der A.T.I.Datenbank veröffentlicht. (Dr. med. Göbel, Prien). Dazu gehören:
Calciumantagonisten,
Antihistaminica,
Antiepileptica,
Antiarrhythmica,
Antibiotica,
Cytostatica,
Aspirin,
Der Tinnituspatient sollte daher mit seinem Arzt darüber sprechen, ob seine Medikamente in dieser Liste zu finden sind und ob sie obendrein zur Gewöhnung oder zur Abhängigkeit führen können. Deshalb wäre eswünschenswert, auf homöopathische Mittel auszuweichen, die ja nicht die Krankheit an sich, sondern jeweils personenbezogen den ganzen Menschen behandeln und mit nur einem oder mit wenigen Mitteln seine Selbstheilungskräfte anregen. Damit entfallen dann die Nebenwirkungen der Stoffe, die alle Organe des Körpers toxisch belasten und krankhaft verändern können, wie zum Beispiel das Quecksilber in den Amalgamfüllungen.
5. Stoffwechselkrankheiten
Diabetes, Gicht, Rheuma; d andere Stoffwechselkrankheiten werden häufig mit Medikamente behandelt, die durch ihre schweren Nebenwirkungen viel Schaden anrichten können und nicht selten auch für den Tinnitus verantwortlich gemacht werden müssen.
Die ototoxischen Wirkungen eines Arzneimittels sind nicht immer im Beipackzettel angegeben. Daher sollte man zumindest solche Medikamente absetzen, die sogar Tinnitus auslösen können (siehe Punkt 4: ototoxische Stoffe).
6. Narben
Auch Narben können Störherde sein, die vor einer Akupunkturbehandlung immer entstört werden müssen. Sie können Stauungen im Energiefluss der Meridiane bewirken. Das ist in der Neuraltherapie seit langem bekannt. Hier werden störende Narben durch Umspritzen mit einem Anästheticum entstört. Besser eignet sich der Akupunktur-Laser dazu, der mit einer bestimmten Lichtfrequenz das gleiche erreicht, aber ohne Einstiche und ohne Anästheticum. Außerdem kann der Akupunkturarzt mit Hilfe des Pulsreflexes nach NOGIER genau ausmachen, welche Narbe und an welcher Stelle sie den Energiefluss stört.
7. Hörsturz
Die eigentliche Ursache des Hörsturzes ist oftmals darin zu finden, dass ein toxisch bedingter Schaden die Resistenz des Menschen so verschlechtert hat, dass seine Wiederstandskraft nicht mehr ausreicht, zum Beispiel ein Knall-Trauma auszuregulieren und ohne Dauerschaden hinzunehmen. Irgendwo im Körper kann zum Beispiel ein entzündlicher Herd sitzen, der seine Lebenskraft so schwächt, dass ein so genannter "Zweitschlag" zur Katastrophe führen kann. Wenn das nicht so wäre, müsste jeder Schütze durch einen lauten Knall, oder jeder Mensch durch eine Explosion, einen Hörsturz mit nachfolgender. Taubheit oder Tinnitus bekommen!
Auffallend viele Patienten mit Tinnitus nach Hörsturz hatten Probleme mit ihren Zähnen oder mit Amalgam-Unverträglichkeit.
8. Hormone
Frauen jeden Alters, sowie auch junge Mädchen mit Ohrgeräuschen wurden von mir untersucht und behandelt. Die Ursache war häufig eine hormonelle Störung. Wenn man hier die Ovulationshemmer oder die Östrogene oder die hormonhaltigen Pflaster absetzt und den natürlichen Hormonhaushalt reguliert, verschwindet oft auch das Ohrgeräusch. Es ist erstaunlich, wie viele Frauen meinen, sie müssten solch eine Hormontherapie prophylaktisch über Jahre durchhalten, damit sie keine Osteoporose bekämen! Diese Krankheit findet man aber nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern, die man aber nicht mit Östrogenen über Jahre prophylaktisch behandelt! Wenn die Hormonuntersuchung keine pathologischen Werte ergibt, sollte auch nicht mit Hormonen behandelt werden, insbesondere auch deshalb, weil die genauen Ursachen der Osteoporose gar nicht bekannt sind und die Meinungen darüber weit auseinander gehen. Sicher ist, dass man auch den Mineralhaushalt überprüfen sollte, um eventuell einen Mangel an Calcium, Fluor, Silizium u.a.m. auszugleichen. Auch hier sind homöopathische Mittel bei der Therapie vorzuziehen.
9. Durchblutungsstörungen
Als Auslöser der Ohrgeräusche fand ich an letzter Stelle die Durchblutungsstörungen. Immerhin sollte ein jeder, der einen Tinnitus plötzlich bei sich feststellt, sofort zu seinem Ohrenarzt oder in eine Ohrenklinik gehen, um sich dort einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen. Bei Feststellung von Durchblutungsstörungen wird er Infusionen mit Mitteln zur Gefäßerweiterung bekommen, die den Stau im Gefäßsystem des Kopfes auflösen sollen. In den ersten Tagen und Wochen wird diese Therapie noch Erfolg versprechen, später leider meist nicht mehr.
Diese neun Punkte haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und müssen sicher noch um einige mehr erweitert werden. Jeder Fall liegt anders, aber man kann doch davon ausgehen, dass das Vorgehen nach diesen von mir empfohlenen Punkten auf einige wichtige Verursacher hinweist, die dem Patienten selbst oder auch seinem Arzt dann auffallen und für die weitere Behandlung hilfreich ist.
Ich wünsche allen Betroffenen mit diesem NeunPunkteProgramm recht viel Erfolg!